Eine kleine Geschichte vorab:
Als vor über hundert Jahren in den USA der Goldrausch ausbrach, machten sich unzählige Menschen auf den Weg, um ihr Glück zu suchen. Sie wollten das große Gold finden und reich werden.
Doch die Gruppe, die damals am meisten Geld verdiente, waren nicht die Goldsucher.
3… 2… 1…
Es waren die Schaufelverkäufer.
Diese Händler verdienten unabhängig davon, ob ihre Kunden tatsächlich Gold fanden oder nicht.
Der Blick in unsere Zeit
Heute denken viele beim Thema „Geld verdienen“ zuerst an:
- eine sichere Festanstellung mit gutem Gehalt
- Investitionen in Kryptowährungen
- oder die Gründung eines eigenen Unternehmens (z. B. Socken verkaufen oder Ähnliches)
Doch oft begeben wir uns dabei in die Rolle der Goldsucher. Die wahren Gewinner sind jedoch – wie damals – die Schaufelverkäufer.
Beispiel aus der Druckbranche
Vor 20 Jahren konnte man in einer Druckerei einfach ein paar Seiten drucken lassen. Im Laufe der Zeit haben diese Unternehmen in teure Hightech-Maschinen investiert und sind zu kleinen Fabriken geworden, in denen man ganze Bücher drucken und binden kann.
Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt: Viele Druckereien verdienen heute weniger als damals – und viele müssen sogar schließen.
Wo ist das ganze Geld geblieben?
Bei den Maschinenherstellern – den modernen Schaufelverkäufern.
Studium als moderner Goldrausch
Auch beim Studium sieht es ähnlich aus: Man investiert Jahre in Ausbildung und Wissen, nur um später ein Gehalt zu erhalten, das oft nicht höher ist als nach einer guten Ausbildung – und manchmal sogar darunter liegt.
Wenn alle studieren, ist ein Abschluss nichts Besonderes mehr. Hier sind die Studierenden die Goldsucher, und die Universitäten und Hochschulen die Schaufelverkäufer.
Goldsucher vs. Schaufelverkäufer – der Unterschied
- Goldsucher wollen selbst Geld verdienen – mit einem Studium, einer Ausbildung oder einem eigenen Unternehmen.
- Schaufelverkäufer wollen ebenfalls Geld verdienen – aber, und das ist der Schlüssel, indem sie anderen dabei helfen, Geld zu verdienen.
Wichtig: Schaufelverkäufer verdienen an den Goldsuchern.
Beispiele aus unserer Zeit
- Kryptowährungen
- Goldsucher: Auf der Suche nach der einen Währung, die den großen Gewinn bringt.
- Schaufelverkäufer: Die Plattform, auf der Krypto gehandelt wird – z. B. Coinbase.
Egal, ob Kurse steigen oder fallen – Coinbase verdient bei jeder Transaktion.
- Firmengründung & Online-Handel
- Goldsucher: Gründen ein Unternehmen und wollen professionell auftreten.
- Schaufelverkäufer: Anbieter von Websites, Shops und Tools – z. B. Shopify.
Ob der Shop Gewinn macht oder nicht, ist ihnen egal – die Monatsgebühr kommt trotzdem.
- Geschäftsoptimierung
- Goldsucher: Versuchen, Kunden zu gewinnen, Prozesse zu optimieren und mehr zu verkaufen.
- Schaufelverkäufer: Anbieter von Unternehmenssoftware – z. B. SAP.
Große Firmen zahlen Millionen für deren Software, unabhängig vom eigenen Erfolg.
Warum Schaufelverkäufer seltener untergehen
Anstatt die „richtige“ Kryptowährung oder das nächste große Start-up zu suchen, kann es lohnender sein, in die Schaufelverkäufer unserer Zeit zu investieren.
Diese Unternehmen verdienen, solange es Goldsucher gibt – und die gibt es immer.
Aktuelle Zahlen (Stand: 7. August 2025):
- SAP: 245 € (+66 % im letzten Jahr)
- Shopify: 128 € (+66 % im letzten Jahr)
- Coinbase: 270 € (+56 % im letzten Jahr)
Natürlich können auch Schaufelverkäufer scheitern – aber meist gehen zuerst die Goldsucher unter.
Fazit:
Unterscheide zwischen Goldsuchern und Schaufelverkäufern – bei deiner Arbeit und bei deinen Investitionen.
Die Schaufelverkäufer unserer Zeit verdienen nicht am Gold selbst, sondern am ständigen Versuch, es zu finden.
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